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La Sportiva: eine erste Produktion von 55.000 Gesichtsmasken für den Zivilschutz von Trento


Das italienische Unternehmen stellt einen Teil seiner Produktion um und fertigt Schutzbekleidung und Schutzmasken für die Provinz Trento an

Der Notstand aufgrund des Coronavirus geht weiter. Daher fordert die Confindustria Trento, auf Anfrage des Vorsitzenden Manzana, von den Textilindustrien des Trentino eine Umstellung der Produktion, um der Knappheit von medizinischer Ausrüstung wie Schutzbekleidung und zertifizierten Schutzmasken entgegenzuwirken. 

La Sportiva, hat seine Produktion komplett gestoppt, und das bereits eine Woche vor dem Ministerialerlass, der die Sperrung aller Produktionsstätten vorschreibt, die keine notwendigen und mit der Versorgungskette Italiens verbundenen Güter herstellen. Das Unternehmen nimmt jetzt den Vorschlag des Vorsitzenden an und stellt zum Teil die Geräte der Produktionsstätte um, die zum Schneiden und Nähen von Materialien wie Leder und Gummi dienen. Diese werden jetzt für die Herstellung von Masken und Schutzbekleidung für den Zivilschutz Trento verwendet.

Letzten Freitag wurden die ersten Prototypen hergestellt, und diese Woche wurde dank der technischen Gewebe der beiden Unternehmen aus dem Trentino, Vagotex und Texbond, die Produktion der ersten 1.000 Stück pro Tag eingeleitet, mit dem Ziel, eine stabile Produktion von 3.000 Stück pro Tag zu erreichen. In der Produktionsstätte von Ziano di Fiemme sind normalerweise 369 Mitarbeiter tätig, die ca. 2.000 Paar Schuhe pro Tag herstellen. Nun wurden Arbeiter und R&D-Techniker, insgesamt acht Personen, aus der Kurzarbeit zurückgerufen, um die Prototypen der Masken gemäß den Anforderungen des „Istituto Superiore della Sanità“ von Turin herzustellen. Die Produktion wurde schon eingeleitet und wartet jetzt nur auf die offizielle Zertifizierung, um die sich gerade Dott. Cipriani von Allergo System aus Rovereto kümmert, damit die Produkte endgültig genehmigt werden und das Unternehmen den Vertrieb über die Kanäle des Hauptauftraggebers, eben Allergo System, vornehmen kann.

„Wir produzieren seit 1928 im Trentino und spüren seit jeher eine starke soziale Verantwortung gegenüber einer ganzen Gesellschaft, die aus Zusammenhalt und gegenseitiger Hilfe eine grundlegende Eigenschaft macht“, erklärt Lorenzo Delladio CEO & Vorsitzende von La Sportiva. „Mit großem Verantwortungssinn haben wir zuerst zu den kollektiven Bemühungen beigetragen, um die Ausbreitung der Ansteckung einzudämmen, indem wir vorzeitig unsere Produktionsstätte zugesperrt haben. Nun ist unser Einsatz gefordert, um die zweite Phase des Notstands zu bewältigen. Zu diesem Ziel haben wir uns mit den entsprechenden Rohstoffen ausgestattet, um die erste Charge von 55.000 Masken herzustellen, die über Allergo System von Rovereto dem Zivilschutz Trento übergeben werden. Gleichzeitig versuchen wir, weitere Rohstoffe autonom zertifizieren zu lassen, damit wir selbständig Schutzbekleidung und andere Schutzausrüstungen produzieren und in Folge zu einer industriellen Herstellung wechseln können, um innerhalb kürzester Zeit eine viel höhere Tagesproduktion zu erreichen. Selbstverständlich werden dazu mehrere Geräte umgestellt und allmählich mehr Mitarbeiter in die Firma zurückgerufen. Wir wünschen uns, dass das dazu beitragen kann, Sicherheit für Hunderte medizinische Fachkräfte zu schaffen, die in der Region Trentino arbeiten und heute unsere volle Unterstützung brauchen. Vereint, obwohl wir physisch getrennt sind, werden wir auch diesen Berg erklimmen. Das habe ich am Anfang des Notstandes meinen Mitarbeiter gesagt. Diese Botschaft möchte ich heute auch an all jene senden, die in erster Linie diesen Kampf bestreiten. La Sportiva ist für euch da und unterstützt euch.”
 

Die Unterstützung für das Gesundheitswesen des Trentino ist auch bereits in Form einer Spende von 50.000 € angekommen, die am Anfang des Notstandes auf ein spezielles, von der Confindustria Trento eingerichtetes Konto zugunsten der Intensivstationen von Trento und Rovereto eingezahlt wurden. 

Die nächsten Stunden werden entscheidend dafür sein, die offiziellen Zertifizierungen der Schutzeinrichtungen zu erlangen. Delladio ist zuversichtlich, dass das „Istituto Superiore della Sanità“ in dieser Angelegenheit rasch agieren wird.

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