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Ice Climbing: Erstbegehung „Mission To Mars“ (WI 13) an den Helmcken Falls von Tim Emmett und Klemen Premrl


Sieben Jahre nach ihrem ersten WI 11 an den Helmcken Falls übertrifft das Kletterteam Tim Emmett und Klemen Premrl seinen eigenen Rekord mit der Erstbegehung der „Mission To Mars“, einer enorm überhängenden Route mit der Einstufung WI 13

Manchmal reichen die bestehenden Schwierigkeitsgrade einfach nicht aus. Das haben wir 2010 gemerkt, als Tim Emmett und Will Gadd „Spray On“ geklettert sind, eine Eisroute an den Helmcken Falls mit der Einstufung WI 10. Oder auch 2017, als es Adam Ondra gelungen ist, sein "project hard" in Flatanger durchzusteigen, das jetzt als „Silence“, die erste 9c-Route der Geschichte, bekannt ist. Letzten Frühling wurde die Trad-Route "Tribe" von Jacopo Larcher in Caldarese (Italien) erstbegangen, die auch heute noch keine Schwierigkeitsbewertung hat.

Im Laufe der Jahre haben wir viele Momente erlebt, die die Geschichte der Disziplin geprägt, sie revolutioniert und die Messlatte jedes Mal ein bisschen höher gelegt haben. Jetzt dürfen wir uns auf einen weiteren solchen Meilenstein freuen. 

Am vergangenen 09. Februar haben sich Tim Emmett und La Sportiva-Ambassador Klemen Premrl mit der Erstbegehung von "Mission to Mars" wieder selbst übertroffen, einer Route von über 40 Metern durch die steilste Wand der hinter dem kanadischen Helmcken Wasserfall gelegene Höhle. Die Route ist ganze 30 Meter überhängend! Das hat die beiden Kletterer dazu bewegt, eine weitere, bis jetzt noch nie gesehene, ungeheuerliche Einstufung von WI 13 vorzuschlagen.

Die Höhle ist den beiden Kletterern bereits bekannt, da sie dort 2013 „Clash of the Titans“ (WI 10+) und „Wolverine“ (WI 11) absolviert haben. 2016 haben sie ein weiteres Meisterwerk vollbracht: „Interstellar Spice“ (WI 12).

Diese extrem überhängende Höhle, die nach den gleichnamigen, riesigen Wasserfällen benannt ist, wurde 2010 von Emmett selbst zusammen mit dem lokalen Kletterer Will Gadd entdeckt. Im Laufe der Jahre ist ihr besonderes Eis – das sogenannte spray ice, weil es von gefrorenen Sprühtropfen des Wasserfalles gebildet wird, der nie vereist –zu einem weltweiten Bezugspunkt für die Kletter-Elite geworden.

So beschreibt Klemen die Gesamtroute als „eine natürliche Steigung von 40 Metern Eis, das immer steiler wird und dessen Schlüsselstelle in den letzten drei Kletterzügen liegt“.

Die Route ist eine Verlängerung von vier Seillängen der Nadurra Durra, eine weitere Route, die das Kletterteam vor Kurzem geklettert ist, und gilt als einen ganzen Grad schwieriger als die benachbarte „Interstellar Spice“, ebenfalls Werk der Partnerschaft Emmett-Premrl.

Mission to Mars ist die erste Route, für die eine Einstufung von WI 13 vorgeschlagen wird. So schreibt Klemen auf seiner Instagram-Seite: „Diese Begehung wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Nicht nur, weil sie eine fantastische Route ist, sondern auch, weil ich viel an mir selbst arbeiten musste, um die letzte Passage zu bewältigen“.

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