LAUF, BIS DU NICHT MEHR KANNST. DANN LAUFE NOCH SCHNELLER

LAUF, BIS DU NICHT MEHR KANNST. DANN LAUFE NOCH SCHNELLER

Der Ingenieur und Ultraläufer Roberto Mastrotto lebt (unerwartet) im Flachland, im Valle del Chiampo, in der Provinz Vicenza. Im Alter von 27 Jahren begann er an Rennen teilzunehmen, aber mehr als Zeitvertreib: damals wäre es ihm nie in den Sinn gekommen, stundenlang in den Bergen auf und ab zu laufen. In wenigen Monaten verliert er etwa zwanzig Kilo und lernt, die Arbeit als Projektmanager in einem Unternehmen mit dem Training in Einklang zu bringen: Es ist nicht einfach, man muss alles ineinanderfügen, die Zeit vor und nach der Arbeit nutzen und an Wochenenden lange und doppelte Ausflügen machen. Es erfordert Anstrengung, und es sind viele Opfer notwendig, aber die Ergebnisse lassen nicht lange auf sich warten. 2016 kommt der erste Sieg beim Durona Trail 60 km (den Mastrotto auch 2018 und 2019 in der Staffel gewinnen wird). Von da gibt es für den Athleten des Teams „La Sportiva“ kein Halten mehr und errang mehrere Siege bei den nationalen Ultra Trail-Rennen und wichtige Platzierungen bei den Rennen der Ultra Trail World Tour. Im Jahr 2018 läuft er sein erstes 100-Meilen-Rennen, neunzehnte Position beim UTMB. Die Saison 2019 wird leider abrupt durch eine bakterielle Infektion in den Beinen unterbrochen, die ihn zu fast zwei Monaten im Krankenhaus, ohne gehen zu können, zwingt. Danach waren viele Monate der Genesung notwendig. Trotz einiger Rückfälle arbeitet Mastrotto hart, erholt sich und kehrt zurück, um wieder die Laufstrecken zu bewältigen. Und er beendet diese Saison mit dem Sieg am 25. September 2021 des Adamello Ultratrail, ein Rennen, das auf den Strecken zwischen Alta Val Camonica und Alta Val di Sole in den Laufgräben des Ersten Weltkriegs im Pontedilegno-Tonale-Gebiets ausgetragen wird. Er beendete das Rennen in 27 Stunden 13 Minuten und 27 Sekunden.

 

 

 

Woher wussten Sie, dass Sie nach dem UTMB wieder die Kraft hatten, um für den Adamello Ultratrail fit zu sein?

Ich verließ Chamonix mit dem großen Wunsch nach Revanche, körperlich ging es mir gut und ich fühlte mich fit, abgesehen von der Darmverschluss, die mich dazu gezwungen hatte, mich vom La Fouly zurückzuziehen. Bis zu zehn Tagen nach dem UTMB war ich ziemlich unwiderstehlich, ich war wirklich demoralisiert, weil ich mich gut auf dieses Rennen vorbereitet hatte. Seit einiger Zeit hatte ich jedoch bereits Adamello im Sinn und da ich gut für UTMB trainiert hatte, dachte ich mir, ich könnte diesen guten körperlichen Zustand „ausnützen“, um dieses Rennen zu wagen. Ich verheimliche nicht die Tatsache, dass ich Angst hatte, wieder mit Magenproblemen wie beim UTMB konfrontiert zu werden, aber dann entschied ich mich, dass ich es vorzog, dieser Angst endgültig entgegenzutreten, um herauszufinden, wie ich mit ihnen umgehen soll, angesichts des nächsten 100-Meilen-Rennens. Letztendlich diente mir UTMB als letztes, exzellentes langes Training für Adamello.

 Wie viele Kilometer haben Sie in den Wochen vor der Veranstaltung zurückgelegt? Ich weiß, dass es Ihnen nichts ausmacht, große Trainingsblöcke zu machen und viele Stunden auf den Wegen zu verbringen, woher wissen Sie, welche Grenze Sie nicht überschreiten dürfen?

Den Großteil der Arbeit, hatte ich bereits für das UTMB gemacht, mit einem letzten ausgiebigen Trainingsblock Anfang August am Höhenweg Nr. 1 im Aostatal, was mir unter anderem auch die Möglichkeit bot, viele Stunden auf den Pfaden des für mich völlig neuen TOR zu verbringen; es war eine große Erfahrung für mich! Nach dem UTMB lag meine Priorität darin, mich zu erholen, mit einigen Läufen in unmittelbarer Nähe des Adamello. Die Belastungsgrenze, die ich während des Trainings nicht überschreiten darf, verstand ich im Laufe der Zeit am eigenen Leib und auf meine Kosten lernte ich, wie wichtig es ist, Tage der Erholung einzulegen und die Belastung während der Trainingszyklen abzuwechseln. 

 

Was bringen Sie vom Adamello Ultratrail mit nach Hause? Gibt es eine Anekdote des Rennens, an die Sie sich erinnern werden?

Während des Tages genoss ich die unglaubliche Aussicht, die mir ein wirklich atemberaubendes Panorama der Berge bot, die mir unbekannt waren: Der Adamello Ultra Trail war von Anfang bis Ende eine Überraschung, ich war noch nie an diesen Orten gewesen und ich entdeckte einige fantastische Trails zum Laufen. Nachts war ich jedoch von der Leidenschaft der Freiwilligen beeindruckt, sie waren von grundlegender Bedeutung, um dieses Rennen bewegend zu machen. Es war deutlich zu sehen, dass sie sich dieses Rennen wirklich zu Herzen genommen und uns sehr verwöhnt haben. Eine weitere schöne Überraschung machte mir meine Frau Elisa, die eigentlich nicht anwesend sein sollte, stattdessen wartete Sie auf mich beim 100. km im Störkungsbereich von Pontagna. Mein Erstaunen und meine Freude waren sehr groß und sie gab mir viel Energie. Dann erinnere ich mich, als ich die Pornina -Kaserne betrat – nach Stunden und Stunden der Einsamkeit, dem Nichts nachjagend – und ich die beiden führenden Sportler – Jimmy Pellegrini und Andrea Macchi – zusammen an einem Tisch sitzend sah. Es war eine fast surreale Szene, die beiden saßen an diesem Tisch mit dem Knistern des Holzes im Feuer im Hintergrund, und ich nahm einen dritten Stuhl und schloss mich ihnen an, mit ihren müden und erstaunten Gesichtern, mich in dieser kleinen Hütte zu sehen. Das Bild muss von außen gesehen etwas seltsam gewirkt haben: Wir glichen fast drei Freunden, die sich während eines Abendessens unterhielten. Dann nahm ich mit schnell etwas zu essen, einige Trauben, und lief weg. In meinem Herzen hoffte ich, sie nicht wieder entlang der Strecke zu treffen, und so war es. Im Allgemeinen war ich während des Rennens immer im Einklang mit mir selbst und ich habe versucht, die Rhythmen nie zu sehr zu erzwingen. Ich habe es auf eine Super-Zen-Art gelebt.

 

Haben Ihre Freunde und Trainingsbegleiter Alessio Zambon und vor allem Francesco Rigodanza Ihnen geholfen, sich auf dieses Event vorzubereiten?

Beide sind von grundlegender Bedeutung, vor allem wenn es darum geht, lange und scheinbar bedeutungslose Aktivitäten zu organisieren. Wir trainieren nicht immer zusammen, im Gegenteil, aber die Trainingseinheiten, die wir zu dritt organisieren, haben immer etwas Episches. Am Ende des Tages sind wird zwar totmüde, haben aber immer ein Lächeln auf den Lippen und unsere Lust auf Laufen ist noch größer als vorher. Für Adamello hatten sie mir auf eine besondere Weise viel Glück gewünscht, indem sie mich daran erinnert haben, innerhalb des ersten km mir die Knöchel zu verstauchen und die Stöcke zu brechen ....

 

Was war der härteste Moment des Rennens?

Ich muss sagen, dass ich die 50 km von Ponte di Legno bis Edolo als wirklich sehr schwierig empfunden habe, mit steilen Anstiegen und auch ziemlich holprigen Abschnitten. Insbesondere erinnere ich mich an den ersten Teil des Abstiegs, der vom Passo Gallinera (2.320 m) nach Edolo führt, wo eine endlose Weite von mehr oder weniger stabilen Felsbrocken mich wirklich auf die Probe stellten, man konnte keinen Moment abgelenkt sein. Ein paar Kilometer zuvor war auch meine Hauptstirnlampe ausgegangen, so dass ich auf das schwache Licht der Ersatzlampe zurückgreifen musste.

 

Wann war Ihnen klar, dass Sie das Rennen gewinnen würden? Wussten Sie das bereits von Anfang an?

Ich habe begonnen zu realisieren, dass eine Möglichkeit bestünde, als ich mich zu Jimmy und Andrea an den Tisch gesetzt haben. Von da an fing ich an zu laufen, in der Hoffnung, nicht eingeholt zu werden, es ging mir gut und ich hielt meinen Rhythmus. Auch wenn ich ab Edolo immer darüber informiert wurde, wie sich mein Vorsprung zum zweitplatzierten langsam erhöhte, drehte ich mich bis Vezza d'Oglio oft um, um zu kontrollieren, dass nicht der Schatten von Jimmy hinter mir auftauchte. Beim letzten Abstieg gab ich nocheinmal alles.

 

Wie schaffen Sie es, sich für ein Rennen wie den Adamello Ultratrail vorzubereiten, während Sie im Flachland vo Vincenza leben?

Zum Glück wohne ich ein wenig außerhalb des Zentrums, und die kleinen Dolomiten liegen nah genug, um dort zu laufen. Darüber hinaus eignen sie sich auf technischer Ebene und der Art des Bodens. Unter der Woche, wenn ich keine Zeit habe, sie zu erreichen, trainiere ich in der Ebene und auf den Wanderwegen am Monte Calvarina vor meinem Haus, den ich mittlerweile wie meine Hosentasche kenne. Es gibt eine Steigung von 200 m Höhenunterschied auf einer Länge von 1 km, die ich oft wiederhole, bis ich meinen Quadrizeps richtig spühre. 

 

2019 mussten Sie sich mit einer bakteriellen Infektion in den Beinen auseinandersetzen. Was ist passiert und wie haben Sie sich wieder erholt?

Im Februar 2019 wachte ich mit Schmerzen im Bein auf, nachdem ich am Abend zuvor wie gewöhnlich trainiert habe. Zuerst dachte ich an eine Kontraktur, also rief ich sofort meinen Physiotherapeuten an und erzählte ihm von dem Notfall. Nach Feierabend ging ich zu ihm und humpelte bereits auffällig. Ein paar Stunden später hatte ich 40 Grad Fieber und konnte nicht mehr gehen. Ich ging in zwei Notaufnahmen, in denen sie das Problem nicht erkannten. Also verbrachte ich eine Woche zu Hause damit, alle drei Stunden den Schmerz mit einem Oki zu dämpfen. Dann wurde ich als Notfall in die Abteilung für Infektionskrankheiten eingeliefert, wo ich etwa zwei Monate blieb. Ich war ans Bett gefesselt, konnte mich nicht einmal zur Seite drehen, geschweige denn vom Bett aufstehen. Allmählich sah ich die Rennen, die ich geplant hatte, sich in Rauch auflösen. Auf der anderen Seite hatte ich viel, sehr viel Zeit zu lesen. Am Ende war die Diagnose eine Sepsis vom Staphylococcus aureus an der Schambeinfuge. Dieses verteufelte Bakterium hatte den gesamten Adduktorbereich befallen und begann, sogar an Sehnen und Schambein zu „nagen“. Die Ärzte sagten mir, ich würde nicht mehr laufen und sicherlich an einen Rennen meht teilnehmen können. Aber wie man weiß, sind wir Ultrarunner hartnäckig. Also, ab dem Tag meiner Entlassung (ich hatte gerade versucht, mich mit den Krücken zu bewegen und war immer noch in Therapie) gerade zu Hause angekommen, stieg ich sofort auf den Rollentrainer, aber nach fünf Minuten war ich bereits totmüde und in Schweiß gebadet. Von dort aus begann mein gewundener Weg, der seit vielen Monaten bei mir ist, gekennzeichnet von Versuchen, mich wieder zu bewegen, zu gehen und dann zu laufen, und von vielen Donnern in einem Versuch, dies zu tun. Ganz klar, auch in dieser Situation habe ich versucht schneller voranzukommen, oft ohne Erfolg. In meinem Kopf konnte ich es kaum erwarten, wieder zu laufen, ich wollte mich frei fühlen, während der Körper schwer wie ein Felsbrocken dagegen ankämpfte. Ich erinnere mich noch an den x-ten Besuch in Mantua, als ich das Studio mit einer anderen medizinischen Meinung verließ, in der das Problem mit "Lauf aufhören und sich für immer dem Sofa widmen" gelöst wurde, bevor ich wieder ins Auto stieg, ging ich für eine Stunde mit meinen Schuhen in der Stadt zur Lüftung. Gleichzeitig möchte ich jedoch an all die Menschen erinnern, die mir nahe gestanden sind und mich auf ihre Weise während meiner „Reise“ unterstützt haben: meine Familie und zwei Ärzte aus Treviso und Negrar, die mich verstanden und unterstützt haben, meinen Bruder, der Psteopath ist, mein Physiotherapeut, meine Freunde, insbesondere Alessio und Rigo, die mich – in einer sehr schwierigen Zeit, in der sogar ein paar Schritte des Laufens zu reinem Schmerz wurden – zwangen, das Rennrad zu nehmen und mich mit einem alten Fahrrad, das für jede vernünftige Person viel zu schwer wäre, den Gavia und Mortirolo in Angriff zu nehmen. Ich danke auch Dario Meneghini, der mich dazu gedrängt hat, mich wieder Rennen anzunähern, und absurderweise hat mir das kurze, aber sehr schnelle Laufen weniger geschadet als ein ruhiges Joggen auf meinen geliebten Wegen. Ich lief viel, mit sehr viel Schmerzen und fragte mich, ob ich jemals wieder das Laufen mit einem Lächeln vom ersten bis zum letzten Schritt genießen werden könnte. Ich habe alles gelesen und jede Übung zur Stärkung, Verbesserung der Mobilität und Dehnung versucht. Ich habe meinen Geist trainiert. Vor, nach und während der Arbeit. Ich habe Diäten gemacht, Nahrungsergänzungsmittel jeglicher Art genommen und ein paar kg zugelegt. Am Ende des Jahres (ich frage mich immer noch, wie, da ich bis ein paar Wochen zuvor nicht mehr als 10 km laufen konnte) habe ich meinen ganz persönlichen Marathon geschafft und den Ultrabericus Winter gewonnen: wenn ich heute noch daran zurückdenke, läuft mir noch eine Freudenträne herunter. Wenn Ihnen eine Sache wichtig ist, tun Sie alles dafür, um sie zu verwirklichen; es ist vielleicht nicht einfach, aber früher oder später passiert es. Ich hatte 2020 weitere Rückfälle aufgrund diese Krankheit, aber endlich fühlte ich mich in diesem Jahr wieder frei, Kilometer um Kilometer zu laufen, solange der Atem reicht. Ich erzählte meine Geschichte, weil ich hoffe, dass das, was mir passiert ist, ein Anreiz für all die Menschen ist, die mehr oder weniger große Probleme haben: Gib niemals auf, wir sind es, die über unser Schicksals entscheiden. Habt große Träume!

 

Denken Sie, dass Sie mehr für Rennen auf der Straße oder in den Bergen geeignet sind?

Ich denke, dass ich in dieser Hinsicht sehr vielseitig bin, natürlich muss jede dieser beiden Disziplinen ad hoc vorbereitet werden. In diesem Sommer konzentrierte ich mich im Hinblick auf den UTMB angemessene Trainingsblöcke mit entsprechendem Höhenunterschieden einzufügen, auch und vor allem, um die nötige Kraft zu haben, um all diese Bergabläufe auszuhalten, beim Bergauflaufen fühle ich mich immer wohl.

 

In der Vergangenheit haben Sie es geschafft, sehr schnellen Rennen wie das „100 e lode“ zu gewinnen. Was ist der Unterschied zwischen der Vorbereitung für ein derartiges Rennen und dem Ultratrail?

Sicherlich müssen für ein Rennen wie den Adamello, mehrere lange Trainingseinheiten in den Bergen eingefügt werden, d. h. einerseits viele Höhenmeter zurückzulegen und andererseits sich an den Untergrund zu gewöhnen, der an vielen Stellen nicht einfach zu laufen ist. Dies bedeutet auch mehr Stunden auf den Beinen, wodurch auf die richtige Ernährung viel mehr geachtet werden muss. Ein Rennen wie das „100 e lode“ habe ich immer nur mit Gelen bewältigt. Während bei einem Rennen wie der Adamello auch feste Lebensmittel zugeführt werden müssen, wobei der Bauch immer warm gehalten werden muss: wenn Sie der Bauch im Stich lässt, ist das Spiel vorbei.

 

Welche Schuhe haben Sie beim Adamello Ultratrail verwendet? Waren Sie zwischen verschiedenen Modellen unentschlossen?

Ich lief das ganze Rennen mit einem Paar La Sportiva Mutant, sie gehören zu meinen Lieblingsschuhen. Obwohl sie nicht wirklich für lange Strecken ausgelegt sind, fühle ich mich sehr wohl: für meine Bedürfnisse verfügen sie über die für mich notwendige Dämpfung, sie sind präzise und empfindlich am Vorderfuß und haben einen unglaublichen Grip. In Ponte di Legno machte ich nur eine kurze Pause, um die Steine zu entfernen und sie fester zu binden; ich habe nicht einmal meine Socken gewechselt. Aus Sicherheitsgründen hatte ich ein Paar Akasha 2 in meine Tasche gepackt, die ich den ganzen Sommer über getestet habe, falls ich irgendwann Lust dazu hätte, die Mutanten zu wechseln.

 

Was fühlen Sie sich mit der Kleidung von La Sportiva für das Trailrunning?

Ich fühle mich sehr gut, ich habe Kleidungsstücke, die ich immer benutze, sowohl im Wettkampf als auch im Training, wie die Tempo Shorts oder das Complex T-Shirt, perfekt für das gesamte Training im Herbst oder für Bergrennen, bei denen ich auch nachts laufen muss.

 

Haben Sie schon einmal einen Marathon auf der Straße gelaufen? Was halten Sie von den Straßenrennen?

Ja, am Ende des Jahres, zwischen November und Dezember, sehe ich immer einen Marathon auf der Straße vor. Ich kann nicht behaupten, dass ich mich jemals angemessen darauf vorbereitet hätte, aber jedes Mal, war ich einige Minuten schneller: Ich sehe sie als eine Art Messlatte, um meine am Ende der Saison erreichten Verbesserungen zu messen, die Straße lügt nie. Bis heute ist meine zu schlagende Zeit 2h:34', wir werden sehen, ob ich auch dieses Jahr wieder den entsprechenden Ansporn verspüre, mindestens für einen Monat meine geliebten Wege zu verlassen und mich auf die Straße zu begeben. 

  

Welche Rolle spielt Ihr Onkel Lorenzino? Stimmt es, dass er der beste Videomacher ist?

Mein Onkel ist seit jeher in großer Bergfreund, seit er vor Jahren das Klettern aufgeben musste, begann er sich dieser Welt anzunähern und mir bei einigen Rennen zu folgen. Jetzt bestreiten wir praktisch einen Großteil der Reisen für die langen Rennen gemeinsam. Es ist ein grundlegender Bezugspunkt für die Hilfe bei der Stärkung, wo er mich immer pünktlich erwartet. Darüber hinaus nimmt er auch die wichtigen Punkte jedes Rennens mit der Kamera auf und schneidet dann die Videos in Rekordzeit.

 

Wie managen die Monate nach Saisonende?

Im Oktober nehme ich mir ein paar Wochen ohne besondere Verpflichtungen und laufe mit Rhythmen und Distanzen, die Körper und Geist mir ohne Zwang und Druck empfehlen. Zwischen November und Dezember habe ich nichts dagegen, mich auf ein für mich ungewöhnliches Terrain zu begeben, wie den Marathon auf der Straße, den ich sowohl als Wachstumschance als auch als Test am Jahresende nutze. Ich nutze diese Gelegenheit auch, um mein Training zu variieren und Skitouren einzuplanen. Ich hoffe, dass es auch in diesem Winter wieder ergiebige Schneefälle geben wird, wie im letzten! 

 

Was sind Ihre Pläne für das nächste Jahr?

Ich muss meine Ideen noch sammeln, ich habe nach dieser Saison nur eine Gewissheit: Ich will zurück zum UTMB und das Rennen in der Zeit beenden, in der ich weiß, dass ich sie erreichen kann. Ich bin hartnäckig, und ich weiß, dass die Zeit kommen wird.

 

Wer werden Sie in ihrem nächsten Leben sein und was werden Sie tun?

Es missfällt mir nicht, Roby Mastrotto zu sein, auch wenn es nicht schaden würde, mehr Zeit in den Bergen zu verbringen: ein wenig weniger Computer und viele mehr Stunden auf Graten und Wanderwegen!

 

Author: Marta Manzoni

Photos: Mauro Mariotti & Klaus Dell'Orto

 

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