Marathon & Baby Block
Grange della Valle (To), 16. und 17. Juli 2005
Neue Auflage des piemonteser Bouldermeetings bei der Schutzhütte
Levi-Molinari (1850 m) in Grange della Valle (To), geboren durch
die Initiative von Maurizio Puato und in Zusammenarbeit mit den
Hüttenwirten Marco Pozzi und Tiziana Di Martino weitergeführt.
Dieses Jahr wurde der Event mit einer neuer Wettkampfsformel präsentiert:
zwei Freunde konfrontieren sich auf neuen Boulderpassagen, die für
den Event neu ausgesucht wurden. Giacomo „Gek“ Negro
des Bside Teams berichtet über den Event.
Oscar Durbiano
Fünfter outdoor Bouldertreff
Auch dieses Jahr gab es Bühne frei für das traditionelle
Sommertreffen des Levi. Dieses Jahr präsentierte sich das
Meeting für „Kleine und Große“, am Samstag
mit dem Baby Block, um die kleinen Boulderer von Morgen austoben
zu lassen und der Marathon Block in Paaren am Sonntag. Der neue
Austragungsmodus fand große Anerkennung bei den Paaren,
welche sich schon lange offen duellieren....
Es verstand sich von selbst, dass die lustige und entspannte Atmosphäre,
welche diese Art von Treffen charakterisieren, viel Platz für
den brutalsten aller Wettkämpfe lassen würde, wenn man
nur das Gegnerpaar schlagen konnte!
Und so trafen die Teilnehmer am Sonntag Morgen, wer früher,
wer später an der Schutzhütte Levi ein, bereit sich
schon bei der Einschreibung zu konfrontieren; die Paare waren....
unisex, bisex, undefiniert, alle in Ordnung, das Teilnehmerpaket
mit allem Notwendigem abgeholt (auch wenn einige das Paket, gleich
nach der Übergabe verloren haben, auch dies kann passieren....),
die geplanten Strategien, dann wird gestartet!
Ein grandioser Tag, zerstörerische Sonne, vielleicht gerade
ein wenig zu warm, aber auch so war es gut.
Eine Horde an Menschen, jeder mit seiner Schutzhülle (Crash
Pads) beginnt sich in alle Richtungen zu verteilen. Einige wählen
die leichteren Blöcke um der Schutzhütte zum Aufwärmen,
andere sagen:„ starten wir von oben und arbeiten uns dann
abwärts“, einige entscheiden sich für den umgekehrten
Weg, andere wählen die Wiese zum Sonnenbad, jeder macht das
was ihm am besten gefällt, „denn früher oder später
treffen wir uns unter dem Block und sehen, dass xy ihn schafft“!
In einem Nu werden alle Boulder in Angriff genommen, jeder kämpft
am eigenen Niveau, blickt auf die eigenen Turnusgegner und langsam
kristallisieren sich die Fähigkeiten heraus; wie der Name
richtigerweise verrät, marathon block, die Ausdauer kommt
zum Einsatz, die Energien richtig zu dosieren ist ausschlaggebend
(außer jemand sucht sich den falschen Partner aus, dann
ist die Herausforderung schon gleich verloren, stimmt es Marce/Smokin
????). Freitag, den 13. wurde am Contrabbandiere, Rododendro,
Bee Bop Alula, la Carogna sulle spalle.... und andere Passagen
Hand angelegt und die Boulderer kletterten die Probleme respektlos
mit einer Reihe von aufgestellten Fingern, Zangengriffen und Dynamos.
Die Runde geht verteilt am ganzen Tag weiter, bis zu den letzten
Versuchen an der Tartaruga und dem Versuch einige Plätze
gutzumachen.
Und man erreicht das Wettkampfende, man muss die Bouldertabelle
abgeben um den nächsten, vielleicht talentierteren Platz
zu lassen, die das Dach vor der Schutzhütte versuchen werden,
welches, wie andere Boulder auch mit einem Holzgerüst ausgestatten
ist um zu vermeiden, sich den Ar... kaputt zu machen „wurde
er schon geklettert? Es fehlt nur eine Passage, die zwei Sektionen
sitzen mittlerweile....“ weiter geht es, wer kommt dran!
Männer und tapfere Frauen (Anita und Stella) versuchen sich
turnusweise... Leiste, Ferse, ziehen, halten, nicht halten, los
lassen.... auf den Boden.... es ist hart! Ein Versuch folgt dem
anderen, Müdigkeit kommt auf, doch heuer war unter dem „Publikum“
ein bestimmter Christian Core anwesend, der den ganzen Tag seine
bessere Hälfte unterstützt hat und sich des Klettern,
wegen vorherigeren Übermüdungen enthalten hat, doch
dann sieht er das Dach, seine Augen beginnen zu glänzen,
er versteht nichts mehr, schnell wirft er sich auf den Balken
um sich kurz aufzuwärmen, dann schenkt er uns nach zwei Versuchen
eine Leistung, die uns die Spucke wegbleiben lässt: ein Versuch
um die Maße zu nehmen, der nächste um den Boulder zu
verschlingen, zu dominieren, begleitet von einem generellen Applaus,
während der gesamten zweiten Hälfte des Boulders!!!!
Welch Show!
Die Perle Core kürt das Ende der Veranstaltung, es folgen
die Preisverteilung und das Endbüfett. Der Erfolg des Finales
geht an das rosarote Paar Giulia Giammarco - Stella Marchisio,
die mit 700 Punkten viele muskulösere und geschwätzigere
Männer hinter sich ließen: zweiter Platz für Mattia
Capriuolo - Cataboulder, dritte CataStecca - Lele Mannini. Dann
die mythische Verlosung mit Schirmen und Taschenrechner für
(fast) alle und ab zu den den Autos und die Heimfahrt. Der Vorhang
geht auch dieses Jahr zu, die letzten durstigen und nie ermüdenden
Fans versuchen sich am Doganiere (ohne Erfolg) bis 21.30 Uhr und
zerstören somit die letzten Hautfetzen die ihnen geblieben
sind. Ein großes Dankeschön an die Organisation (Mauri
unermüdlich) und alle die gekommen sind und diesen Tag animiert
habt. Giacomo Negro