1. Stava sky race: und gleich eine show!

- Am 20. August 2006 wurde ein neuer Wettkampf im Fleimstal ausgetragen
- Ein strenger, 21,5 km langer Parcour, mit 2.125 m Höhenunterschied.

Wir sind mitten im Sommer, wenn der Berg seine beste Seite von sich gibt und sich der Wunsch verbreitet Sport im Freien zu betreiben.
Eine Sportart, die derzeit großes Aufsehen erregt und sehr verfolgt wird, ist sicherlich das Skyrunning, der Sport „der Himmelsläufer“. Das Fleimstal bietet sich mit seinen Wanderwegen und den Dolomiten besonders für diese Disziplin und so entsteht das erste „Stava Sky Race“ gerade im Jahr, in dem U.S. Cornacci di Tesero ihr 60jähriges Bestehen feiert.
Die Begeisterten waren sehr neugierig auf diese Veranstaltung, die einen faszinierenden Wegverlauf zwischen der Latemargruppe und dem Cornon (der mit seinen „Hörnen“ auch der Gruppe Cornacci seinen Namen gibt. Corno bedeutet Horn, Anmerk. d. Redaktion) bietet.
Der erste „Stava Sky Race“ fand an einem sonnigen Augustsonntag (20.) statt. Gestartet wurde im historischen Zentrum von Tesero, dann folgte man längs Wegen und Kämmen, die als die schönsten der Zone gelten, um dann sein Ziel, nach 21,5 Kilometern in Stava zu finden, nachdem sich einiges an Höhenunterschied gesammelt hat, insgesamt 2.125 Meter.
Die Wege waren sorgfältig von den qualifizierten Technikern ausgesucht worden und wechselten technische Abschnitte mit „gehbaren“ Wegen ab.
Das Stava Sky Race wurde mitten im Skizentrum „Ski Center Latemar“ absolviert und gab Einblick in die beeindruckende Landschaft. Am Agnello Berg war der schwierigste Teil des Wettkampfes.
Die Einschreibungen ließen nicht auf sich warten und das O.K. Team musste die Einschreibungen auf 150 Teilnehmer begrenzen, eine ideale Zahl um den Teilnehmern ein Qualitätsservice bieten zu können, aber auch um zu festzustellen, ob die neue Organisationsmaschine auch perfekt funktionierte.

Der Wettkampf:

Gämsen im Wettkampf auf den Bergen um Tesero im Fleimstal, beschäftigt in der ersten, spektakulären Ausgabe des Stava Sky Race.
Skyrunners im Wettkampf wie Gämsen, die sich in den steilen Aufstiegen eines anstrengenden Parcours messen, der sich aber durch sein Panorama bezahlt macht. Dies alles an einem perfekten Sonnentag und die Sonne küsste auch die beiden Sieger, die nicht von ungefähr aus dem Fleimstal stammen: Paolo Larger und Cristina Paluselli. Zwei D.O.C. Ausdauerathleten, mit Paluselli, die zweimal den Weltcup der langen Distanzen anführte, Leute die große Anstrengungen gewohnt sind, wie die 120 Runners die heute Morgen in Tesero am Start standen.
Der Wettkampf startete sofort steil Richtung Monte Cornon und gleich führten drei Athleten die Gruppe an: Michele Tavernaro, Finanzbeamten und Orienteeringmeister, Paolo Larger und der aus Varese stammende Giacomo Sangalli.
Der Kampf um das Podest war sogleich auf diese drei Athleten beschränkt und ihr wahnsinniger Rhythmus hat ab sofort den Angriff von Luca Miori, der am Cornon als vierter mit einer Minute Abstand ankam, unterbunden. Mehr als 2 Minuten Abstand hingegen hatte der aus Tesero stammende Fabio Varesco. Der Valtellinese Fausto Rizzi hingegen, ein weiterer Favorit dieses Tages und dritter bei den Italienmeisterschaften, passierte nur als siebter, noch hinter Marcello Delladio.
Bei den Damen, war die Auswahl noch strenger, denn Cristina Paluselli, konnte schon bei der ersten Zwischenzeit 3 Minuten Vorsprung auf Michela Rizzi und 7 Minuten auf Silvano Iori verzeichnen.
Der Wettkampf der Herren steigerte sich zunehmend. Beim Abstieg vom Cornon Richtung „Casera Vecia“  musste Tavernaro seine Führung an Larger, der Sangalli mit sich zog, abgeben. Ein teuflischer Rhythmus und es war nicht der Tag von Tavernaro der nicht mehr mithalten konnte.
Alles war noch offen, bei der spektakulären Passage am Grat des Monte Agnello. Larger versuchte die wichtige Führung nicht zu verlieren, indem er hart mit seinen Beinen arbeitete und der Bergpreis war seiner, auch wenn nur mit 3 Sekunden Abstand von Sangalli.
Der Kampf der Kopfgruppe brachte Tavernaro in ernste Schwierigkeiten, und so war seine Verspätung am Monte Agnello, wo eine große Gruppe an Begeisterten die Athleten anfeuerte, mit 1’15“ relativ groß, wenn man betrachtet, dass er den Sieg anpeilte.
Auch Paluselli hielt weiterhin einen hohen Rhythmus und vergrößerte ihren Vorsprung auf Rizzi um eine weitere Minute.
Nach dem Monte Agnello bot der Wettkampf ein kontinuierliches Auf und Ab. Dies nutzte Larger um wieder etwas Atem zu holen und Sangello um Larger zu überholen. Aber der Abstand zwischen den beiden war immer gering, bis sie Armentagiola, wo sich der letzte Versorgungspunkt befindet, erreichten. Von hier beginnt der schwierige Abstieg nach Stava. Larger lockerte die Bremsen und von hier an war Sangalli gezwungen zu verfolgen.
Larger war im Abstieg sehr schnell und niemand konnte mehr seinen Sieg in Stava in Gefahr bringen, wo er die Ziellinie mit erhobenen Armen passierte.
Sangalli musste sich mit 9 Sekunden Abstand, mit dem zweiten Platz zufrieden geben, während Tavernaro mit fast 4’ Rückstand dritter wurde.
Im Finale zeigte Fabio Varesco großes Talent im Abstieg, überholte Miori und belegte Platz vier vor einem verwunderten Gegner. Während ein Athlet nach dem anderen das Ziel erreichte, war der 40igste Zieleinläufer Cristina Paluselli. Larger kam ihr auf einigen Metern vor dem Ziel mit einem Blumenstrauß entgegen, es war ein Doppelerfolg der fleimstaler Läufer.
Im Abstieg konnte Paluselli Rizzi noch um einiges abhängen und die Zeituhr der letzteren zeigte am Ende einen Rückstand von 9’41“. Dritter Platz für Silvana Iori.
Ein guter Erfolg für US Cornacci, die mit dieser ersten Ausgabe ins Blaue getroffen hat, auch dank der Begeisterung des technischen Direktors Massimo Dondio und der vielen Freiwilligen längs des 21,5 km langen Parcours.