Dolomites Skyrace, skyrunning - Weltmeisterschaft
Canazei (Tn-Italien), 24. Juli 2005
Photo Mario Facchini©
Am Sonntag, 24. Juli fand die achte Ausgabe des Dolomiten Skyrace,
dem bekannten Berglauf in Canazei im Fassatal, im Herzen der Dolomiten,
statt. 1720 Meter Höhenunterschied, über 400 Teilnehmer,
der Streckenrekord von 1998. Die Zusammenfassung in Zusammenarbeit
mit Mario Facchino, PR der Veranstaltung.
Oscar Durbiano
Der Wettkampf
Der in der Nacht, in den fassaner Dolomitengipfeln gefallene Schnee
ließ Bedenken über eine reguläre Durchführung
des Dolomiten Skyrace, dritte Etappe des “Buff® Sky
Runner World Series” 2005, den Weltmeisterschaften des Berglaufs.
Glücklicherweise besserte sich das Wetter in den frühen
Morgenstunden und trübes Sonnenlicht begleitete die 400 „Läufer
des Himmels“ längs der 22 Kilometer und stellte sie
in ein faszinierendes und einmaliges Szenario.
Der Schnee hatte sogar die Gämsen überrascht, auf welche
die skyrunners während des Laufes, des Öfteren gestoßen
sind. Nicht überrascht war der taktische Michele Tavernario,
Orienteering Champion des La Sportiva Mountain Running® Teams.
Tavernaro hat nur zweimal an den „sky races“ teilgenommen,
beide Male präsentierte er sich als erster am Ziel. Um genau
zu sein, wurde er im letzten Jahr vom Fotofinish als dritter qualifiziert,
doch mit der identischen Zeit des Siegers. Dieses Jahr genehmigte
er sich den Luxus, den ersten der Weltrangliste, den Engländer
Rob Jebb zu deklassieren, doch der springende Punkt ist, dass
er endlich den Streckenrekord des mythischen Fabio Meraldi von
1998 brechen konnte. Der neu gestoppte Richtwert von Tavernano
beträgt nun 2h08’30”, zehn Sekunden, welche für
Tavernaro wirklich Gold bedeuten.
Der Engländer und Weltranglistenerste hatte gleich nach dem
Start Tempo gemacht und einen sehr selektiven Rhythmus an den
Tag gelegt. Tavernano versuchte den englischen Champion auf Sicht
unter Kontrolle zu halten, dabei ließ er dem Engländer
sowohl auf der Pordoischarte, als auch am Piz Boè den Vortritt,
dann aber ließ er beim Abwärtslaufen all seine Orientierungstechnik
zur Geltung kommen und hat dabei Rob Jebb „desorientiert“.
Dies vor allem im Lasties Tal, wo der Höhenunterschied beeindruckend
ist, denn dort holte er den Engländer ein und überholte
ihn mit großen Sprüngen. Jebbs Versuche dranzubleiben
scheiterten und einige Male wählte er die falsche Linie und
wurde er so im Finale noch von seinem Landsmann Simone Booth eingeholt,
welcher an der Pordoischarte noch siebenter war, das Ziel in Canazei
aber vor 2.000 Zuschauern, als zweiter erreichte. Zahlreich war
auch das Publikum längs der Laufstrecke, die von 1.702 Höhenmetern,
konzentriert in den ersten 10 Kilometern, gekennzeichnet ist.
Große Aufholjagd des Bergamasken Fabio Bonfanti, welcher
in der ersten Fasen sehr verspätet war, doch durch den sehr
schnellen Abstieg noch Rang vier belegen konnte.
Bei den Damen zeichnete sich eine sehr schnelle Corinne Favre
aus. Die Skitourenmeisterin hat das Rennen von Anfang an diktiert,
wobei sie von der Langlaufmeisterin Cristina Paluselli und dann
von Emanuela Brizio, der aktuellen Weltmeisterführenden gefolgt
wurde. Beim Abwärtslaufen jedoch wollte die Langlaufmeisterin
Paluselli keine Risiken auf sich nehmen und ließ Emanuela
Brizio und der katalanischen Weltmeisterin Anna Serra, den Vorrang.
Im Zieleinlauf wurde die Franzosin stark applaudiert, so ist ihre
Zeit mit 2.44.27 zwar mehr als lobenswert, reichte aber nicht
für einen neuen Streckenrekord bei den Damen.
Die Organisatoren des Dolomites Skyrace haben diesmal wirklich
Wunder bewirkt, haben sie doch ein Rennen ausgezeichnet, welches
vom Schnee vermint schien. Der Wettkampf hat die Begeisterung
am Berg der 400 Teilnehmer stark hervorgehoben, mussten sie doch
am Piz Boè (3.152 m) im Bereich der Nullgradgrenze konkurrieren.
Die Weltmeisterschaft sieht bei den Herren den Engländer
Jebb (266 Punkte) vor Bonfanti (216) und Dapit (193) an erster
Stelle. Bei den Damen konnte sich Corinne Favre zwar nach vorne
katapultieren, bleibt aber dennoch hinter der Italienerin Emanuela
Brizio an zweiter Stelle.
Rennverlauf
Der Wettkampf verläuft über Wege, Pisten und Geröllhalden:
insgesamt 22 km (Aufstieg 10 km, Abstieg 12 km). Start und Ziel
beim Hallenbad von Canazei, 1.450 m, höchster Punkt, Piz
Boè 3.152 m, Höhenunterschied im Aufstieg 1.702 m.
Der Parcour wird durch Fahnen gekennzeichnet.
Versorgung: Pordoi Pass (2.239), Schutzhütte Pordoi Scharte
(2.829), Schutzhütte Boè (2.871), Pian Schiavaneis.
Zeitlimits: 1 Stunde und 05 am Pordoipass, 1 Stunde und 50 an
der Pordoischarte, jeweils von der Startzeit.
Rangliste Herren
1) Tavernaro Michele (GS Fiamme Gialle) 2.08.30; 2) Booth Simon
(GB) 2.10.08; 3) Jebb Rob (GB) 2.10.20 ; 4) Bonfanti Fabio (Skyrunning
San Pellegrino) 2.10.40; 5) Ratti Carlo (A.S Falchi) 2.13.16;
6) Ezpeleta Iturbe Zuhaitz (Euskadi Basque Country Sele) 2.13.21;
7) Larger Paolo (G.S. Hartmann) 2.14.02; 8) Girardi Ettore 2.14.14;
9) Clementi Carlo 2.14.23; 10) Becerra Walther (Federaciòn
Venezolana de Mo.) 2.14.50
Rangliste Damen
1) Favre Corinne (FRA) 2.44.27; 2) Brizio Emanuela (Skyrunning
Valsesia 2000) 2.46.18; 3) Serra Salame Anna (CAT) 2.46.35; 4)
Taylor Sharon (GB) 2.54.31; 5) Pickwance Ruth (G.S. Oretiella
Garfagnana) 2.54.37
Der Schuh des Siegers
Michele Tavernaro hat bei seinem Sieg das Modell Cardiff
der Mountaina Running® Linie von La Sportiva verwendet. Anschließend
eine kurze technische Beschreibung des Modells.
Cardiff
Runningschuh, leicht und vielseitig einsetzbar. Dabei wurde eine
etwas leichter Zwischensohle als beim Modell Rajas verwendet und
eine Sohle im komfortablem AT. Die besondere Struktur des Schaftes,
kombiniert mit einem sehr präzisem Schnürsystem, machen
den Schuh sehr technisch und stabil auf jedem Terrain. Vielseitiges
Modell auch für die Freizeit.
Schaft: Synthetisches Leder + Air Mesh mit bedruckter Gummiverstärkung
Farbe: Rost/Grau – Grau/Blau
Futter: Mesh, nur hinten
Zwischensohle: Super Trail Light Suspension
Sohle: FriXion® Gummi, AT Formel mit Trail Tread Profil
Grössen: 38 – 47,5 (auch halbe Größen)
Gewicht: 600 g (Paar)
Per altri dettagli consultare il sito www.dolomiteskyrace.com