|
Daone
05, World and European Championship Ice Boulder
Daone Tal (Tn), 26.-29. Januar 2005
Der technischste, innovativste und schwerste Wettkampf der
Bewerbe mit Pickel und Steigeisen, fand auch dieses Jahr wieder
im Daone Tal, einem Seitental von Chiese in der Provinz Trient statt.
Vinicio Stefanello, tragende Säule der berühmten Homepage
Plantemountain.com berichtet uns wie es gelaufen ist.
Mehr Details auf der Seite www.daoneicemaster.it
Oscar Durbiano
World and European Championship
Ice Boulder
Harald Berger und Ines Papert Ice-Boulder Welt- und Europameister.
Im Superfinale im Daonetal besiegt der Österreicher den Italiener
Herbert Klammer des Ahrntals, während die Deutsche gegen Russin
Natalia Koulikova gewinnt. Dritte der Schweizer Simon Wandeler und
Jenny Lavarda aus der Provinz Vicenza.
Das Ende nach einem Zweikampf,
mit zwei Superfinalkämpfen. Es war ein Kopf an Kopf
Rennen von Anfang an, Papert und Koulikova versuchten die schwierigen
Passagen des dritten Finaldaches der Herren zu meistern. Während
sich Harald Berger und Herbert Klammer, ein authentischer Ironman,
der noch zuvor das Open bestritten hatte, auf eine eigens fürs
Superfinale gedachte Routen messen mussten. Echt ein super Problem.
Es war eine fast unmögliche
Reise, die den beiden Superfinalistinnen geboten wurde, aber
Papert, welche schon in der ersten Rangliste an der Spitze war,
konnte auch das Superfinale mit Klasse meistern. Sie ist eindeutig
die Weltmeistern, sie ist die Stärkste. Auch wenn der Unterschied
im Duell mit Koulikova, nicht so enorm war. Ines hat sich den Titel
verdient, nach den letzten beiden Wettkampfstagen, Koulikova zeichnete
sich durch ihren festen Willen bis zum Schluss aus: es war schön
sie wie eine Löwin kämpfen zu sehen.
Im Superfinale der Herren,
hat Berger lange gebraucht bis er die richtige Lösung zum Problem
im zentralen Teil gefunden hatte: ein riskanter Dynamo von einer
am Seil aufgehängter Säule. 4 Minuten auf den Armen hängend,
waren auch für ihn zuviel, erst dann die Lösung des Rätsels
und zwar Pendeln, war auch für ihn zu spät: er war mit
seinen Kräften am Ende und mit ihm auch die Zeit, beim Erklingen
des Gongs.
Es blieb nur mehr der Lauf
von Herbert Klammer übrig, der einzige der alle drei
Finalrouten Topklettern konnte. Herbert erreichte den letzten Turnus,
nachdem er auch den Champion Harald überholte, denn diesem
wurde der zweite Boulder, nach einem Linienfehler annulliert, dieser
spektakuläre Boulder mit dem Sprung (lang und beängstigend)
von Säule zu Säule. Es war klar, dass alle auf ein Wunder
hofften. Das Wunder kam aber nicht, denn der Südtiroler aus
Rhein im Ahrntal wurde schon weit unter dem Österreicher gestoppt.
Der Weltmeistertitel geht somit an den Meister Harald Berger, während
Herbert Klammer, überglücklich und fast ungläubig,
den zweiten Platz erzielte. Er verdient sich auch den Titel der
schönsten Entdeckung in diesen drei Tagen Welteisklettern im
Daone Tal.
Aber glücklich waren
alle, Athleten und Zuschauer (und sie waren zahlreich im
Icestadion in Daone). Überglücklich auch Jenny Lavarda
mit ihrem dritten Platz, in dieser Spezialität, dem Eisklettern.
Denn nur selten praktiziert die italienische Sportkletterin diese
Disziplin. Noch ein weiterer Sportkletterer freute sich sehr über
seinen dritten Platz, dabei handelt es sich um den Schweizer Simon
Wandeler, dritter mit zwei Tops und zudem führe er den Yaniro
im grandiosen Dach in Daone exzellent aus.
Die wunderschönen Routen
von heute ließen das Publikum staunen. Und auch diesmal
gaben alle das Beste. Wie der Ukrainer Evgeny Krivosheytsev, der
Weltmeister beim Speedklettern im Eis, welcher vom ersten Boulder
hintergangen wurde. Er versuchte bis zuletzt noch das Podium zu
erreichen. Zuletzt, konnte Evgeny, trotz zwei Tops, Wandeler nicht
überholen. Aber viele werden sich an seinen sieghaften Sprung
beim zweiten Boulder erinnern, den nur er und Klammer Topklettern
konnten. Viele werden sich auch an den Kampfgeist von Bubu Bole
erinnern, welcher im Finale Platz 5 belegen konnte. Und dann noch
alle tollen Versuche der Finalisten: Markus Bendler sechster, Mario
Prinoth, punktegleich mit Albert Leichtfried und Diego Mabboni (neunter).
Man sagt immer, dass der Wettkampf
im Daone Tal der schönste der Welt sei. Und nach jedem
Wettkampf im Tal sagt man, dies war der Beste von allen. Manchmal
scheint es übertrieben dies immer wieder, Jahr um Jahr zu wiederholen.
Aber ihr müsst uns verzeihen, denn auch diesmal war es so.
Denn diese Weltmeisterschaft war ein weiterer Schritt nach vorne
beim Eisklettern. Ein Sport der sich sehr spektakulär zeigt,
auf einer perfekten Struktur mit perfektem Eis, „erstellt“
im Daone Tal. Und klarerweise die Routen, von diesem Tagen.
Es war ein Erfolg. Der Verdienst
geht an alle. Athleten, dem Meister der Struktur und des
Eises Maurizio Gallo (geholfen von den Erfindungen von Placido Corradi),
den perfekten Routensetzern: Attilio Munari, Marco und Massimo da
Pozzo und Pietro dal Prà, den unentbehrlichen Freiwilligen
des Daone Tals, geführt von Candido Grezzi, Präsident
des Komitees der Kristallwände. Zu verdanken auch der riesigen
Begeisterung für das Eisklettern und für dieses Tal, denn
man weiß, die Begeisterung ist stets der Schlüssel zu
den wahren Erfolgen.
Vinicio Stefanello
SUPER FINALE DAMEN
1. Papert Ines (Germany)
2. Koulikova Natalia (Russia)
SUPER FINALE HERREN
1. Berger Harald (Austria)
2. Klammer Herbert (Italy)
FINALE DAMEN
1. Papert Ines (Germany)
2. Koulikova Natalia (Russia)
3. Lavarda Jenny (Italy)
4. Muller Petra (Switzerland)
5. Shabalina Maria (Russia)
6. Filippova Maryam (Russia)
FINALE HERREN
1. Klammer Herbert (Italy)
2. Berger Harald (Austria)
3. Wandeler Simon (Switzerland)
4. Krivosheytsev Evgeny (Ukraine)
5. Bole Mauro (Italy)
6. Bendler Markus (Austria)
7. Prinoth Mario (Italy)
8. Leichtfried Albert (Austria)
9. Mabboni Diego (Italy)
Stage La Sportiva Nepal Evo
Daone Tal, 30. - 31. Januar 2005
Nach dem Kletterwettkampf hielt La Sportiva einen technischen Stage
im Daone Tal ab. Ziel der Veranstaltung war es, den besten Fachgeschäften
Italiens das neue Modell Nepal Evo vorzustellen. Dabei wurde das
neue Modell von La Sportiva als best entwickeltsten Bergschuh auf
dem Markt präsentiert.
Die zirka dreißig anwesenden Verkaufspunkte konnten die neue
Kreation von La Sportiva in jedem Detail kennen lernen. Das Seminar
wurde von der Marketingabteilung von La Sportiva organisiert, wobei
auch mit den Technikern von Gore-Tex und Anna Torretta und Simone
Moro, zwei Athleten des La Sportiva Teams zusammengearbeitet worden
ist.
Am Ende des Treffens waren alle sehr zufrieden und voll Enthusiasmus,
vor allem weil auch die Wetterverhältnisse das Eisklettern
im Tal an verschiedenen Routen von Seiten von einigen Beteiligten
erlaubte. Andere hingegen unternahmen Wanderungen im Wald und konnten
sich so der Vielseitigkeit des Schuhwerkes überzeugen.
Ausgezeichnetes Feedback des Nepal Evo nach dem praktischem Testen.
Besonders hervorgehoben wurde sein Komfort, die Präzision und
die Wärmefähigkeit.
Oscar Durbiano
|
|