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Einweihung der Kletterhalle Bside in Ascoli Piceno
Photo Pierluigi Giorgi & archivio Bside
Die
Erfüllung eines Traumes, ganz gleich um welchen es sich dabei
handelt, ist immer sehr wichtig, denn er stellt ein Objekt der Begierde,
eine in der Fantasie idealisierte Ikone, welche konkret wird und
Forma annimmt dar. Hat die Initiative auch noch sportlichen Hintergrund
und wird an den Erfolgen der Beteiligten geehrt, so ist die Genugtuung
noch größer. Mauro Mongiovì, ein Kletterer von
Turin, ist in diese wunderschöne mittelalterliche Stadt der
Marken umgezogen und konnte seine Idee verwirklichen: einen schönen
Bouldersaal bauen, damit er von der Einwohnern der Marken und dem
Boulderweltmeister geschätzt wird.
Eine schöne Geschichte, welche mit einem originellem Fest zelebriert
wurde, wo Spaß und gute Musik den besten italienischen Bouderern
die Möglichkeit gaben, mit Perücke und Mantel zu klettern.
Mauro Mongiovì und Marzio Nardi erzählen uns von dieser
originellen Erfahrung, welche von atemberaubenden Bildern begleitet
wird.
Oscar Durbiano
New Gold Dream
Samstag,
den 15. November haben wir die Kletterhalle BSide in Ascoli Piceno
eingeweiht. Für die Begeisterten dieses Sports ist die Marke
BSide keine Neuigkeit. Es handelt sich dabei um die ersten und
fachkundigsten Bouldersaal Italiens.
Er wurde in Turin dank der Anstrengung und Professionalität
von Marzio Nardi und Luca Giammarco geboren. Die Schule BSide
importierte dabei die „französische Methode“,
dabei wird auf künstlicher Boulderstruktur geklettert, der
Anfänger immer in der Nähe des Lehrers, Weichböden
um Stürze abzufangen und hunderte von Griffen, um immer neue
motorische Spielformen erfinden zu können.
Diese Form hat großartig funktioniert und derzeitig sprießen
in Italien Indoorhallen wie Pilze und zerstören den Mythos,
nach welchem das Klettern eine Heldendisziplin des Alpinismus
ist. Das Sportklettern ist heute eine andere Aktivität, welche
man vielleicht besser mit dem Kunstturnen vergleicht, als mit
anderen Sportarten, weil sie eine unendliche Anzahl an Bewegungsfolgen
und psycho-physischen Situationen bietet.
Das BSide von Ascoli wurde nach den Erfahrungen des turiner Klettersaals
und dank der Freundschaft, welche mich an Marzio und Luca (Nardi
e Giammarco) bindet, gebaut. Die Zustimmungen, welche die BSiders
geformt haben, wurden dabei voll respektiert. Um den Event zu
ehren, haben wir ein Fest organisiert, das wirklich der Situation
gerecht war: maskierter Wettkampf, projektieren des Wettkampfes
auf Maxibildschirm, stroboskopische Lichter, mitreißende
Musik, Spanferkel, frittierte Oliven, Getränke (mit geringem
Alkoholanteil) und zuletzt ein Bongokonzert um Kulttänze
zu fördern!
Unmöglich
die Atmosphäre in Worten zu fassen, aber versucht euch vorzustellen,
wie Mauro Calibani mit gedimmten Lichtern spielt, Cristian Brenna
und Marzio Nardi konzentriert Brote streichen und Luca Giammarco
skatet, und ein Rondat und Flick Flack nach dem anderen schlägt…..
kurz um, „nu casì“ (totales Chaos), wie in
Ascoli gesagt wird.
Wie vorhersehbar gewann Mauro Calibani den Wettkampf, auch wenn
er ein wenig kämpfen musste (waren es die Bier?). Show gab
es auch von Seiten der anderen Finalisten, Cristian Brenna, Paolo
Leoncini, Paolo Santini, Marco Dialuce, Nazario Fares, Maurizio
Puato, Luca Giammarco, Marzio Nardi und Marcello di Blanda, die
alle als Fee verkleidet waren.
Das originelle Reglement sah vor, dass die Finalisten als Fee
verkleidet versuchen mussten, das Top des zweiten Blocks zu erreichen,
um dort den Zauberstab zu fassen.
Diese Spielregeln wurden von Stefano Romanucci ins Leben gerufen,
derselbe hatte auch zahlreiche qualitativ sehr gute Boulder geschraubt.
Es gäbe noch viel zu erzählen, aber ich möchte
die letzten Zeilen dazu verwenden um mich bei unseren Freunde
und Sponsoren zu bedanken. Zuletzt bedanke ich mich bei all jenen,
die mir mit kleine Gesten geholfen haben, meine Träume zu
verwirklichen.
Mauro Mongiovì
VIAGGIO AL BSUD
Report
eines „Bside-ianischen“ Wochenendes im Lande Ascoli.
Start, Ziel Bsüd. Man nehme einen Neunplatz-Kleinbus und
stopfe sieben Kletterer zwischen Gebäck und crash pad hinein.
Man gebe noch eine Anzahl von italienischen Liederschreibern,
von Bennato bis Dalla und De Gregori dazu, dessen Lieder dann
lauthals von verstimmten Kletterern gesungen werden. Dies alles
gibt man dann auf die Asphaltstrecke, welche die Padania kreuzt
und bis ans Meer reicht. Schmeckst du alles noch mit Spanferkel,
Bier, Magnesia und Boulder ab, so hast du eine Apotheose.
17:00 Uhr. Das BSide Team trifft sich an geheimen Ort. Aus klaren
Gründen wie Zwischenfälle, Verkehr und Parkplatzsuche
starten wir erst eine Stunde später. Es freuen sich jene,
welche schon um 16:45 Uhr im gemütlichem Scudo Platz nehmen.
Der Unterfertigte, setzt sich dann hinter das Volant und wählt
sofort die Überholspur aus. Nach „nur“ sieben
Stunden Fahrt, bei lautem Gesang und verschiedenen Verdauungsstörungen,
kommen wir in Piazza del Popolo in Ascoli an. Dort erwartet uns
ungeduldig der „Mongio“, Mauro Mongiovì. Er
ist einer der verrückten BSide Funken, welcher nach vielen
unnützen Arbeiten in Turin, im neuem Millennium entschlossen
hat, nach Ascoli umzusiedeln, wo er Fachleute fand, mit denen
er sich messen kann, aber vor allem mit der Hoffnung eine neue
Arbeit zu finden, welche weder frustrierend noch nutzlos ist.
Aus diesem Grund ist das Ehrenkomitee des BSide gestartet um die
neuen Arbeit von Mongio zu ehren, welcher innerhalb nur weniger
Monate zum Bauherr-Präsident-Verwalter der neuen BSide Anlage
geworden ist (hier sieht man, was es bedeutet, wenn man sich auf
die rechte Bahn
begibt). Calibba, Luca, Mauri, mit Hilfe von Stefano Romanucci
und den guten Ratschlägen von „Mr. Wood“ haben
hart gearbeitet um eine kleine Kopie des BSide auf die Füße
zu stellen. Sie waren für die Profile, der Qualität
der Kletterpassagen und dem Verwaltungsgeist zuständig. Deshalb
wird am Tag der Einweihung sofort mit einem contest begonnen,
begossen von Bier, gespickt mit Spanferkel und gefärbt von
den von Calibba zusammengestellten Videos. Die übliche Formel
mit Autozertifikat sortiert von den sechzig Teilnehmern zehn Finalisten
heraus. Zwischen ihnen, Calibani, Cristian Brenna, Paolo Leoncini
und ein guter Anteil des BSide Komitees; dazwischen auch ich selbst,
Marcello Di Blanda, Luca Gimmarco und Maurizio Puato und einige
kräftige Ascolianer. Die Finalformel sah auch einen Folkloreteil
voraus. Nachdem am ersten Block mit Perücke geklettert wurde,
trug man beim Finalblock einen Feemantel, in der Hoffnung den
Zauberstab zu ergattern, welcher neben dem Topgriff befestigt
war. Es muss erst gar nicht erwähnt werden, dass Calibba
das Publikum ins Delirium trieb und die Superkräfte der Fee
erhielt, als er den Stab endlich hatte und damit das große
Finale mit Spanferkel, Wein und Bier ins Leben zauberte. Wie immer,
nachdem man durch gemäßigtem Alkoholkonsum etwas lockerer
wurde, konnte man dem üblichem Rollenfestival auf den Matten
beiwohnen, wo Brenna und Giammarco zu den Nummern Eins zählten,
während Calibba auf einem Riesenbongo herumspielte und dabei
Interesse oder Kopfschmerzen hervorrief. Alles wurde dann zu später
Nachstunde, von einer Skatershow von Giammarco (Weltmeister im
Slalom Skate-Board 2003), abgerundet. Sonntag wurde der Tag im
Schatten von Villa Pigna mit Augenringen verbracht. Die Überbleibsel
der Exkletterer sammelten Abschürfungen, Verstauchungen und
blaue Flecken, um die Erinnerung an diese Einweihung nicht all
zu schnell zu vergessen. Nur der Stau in Bologna konnte die verschlafenen
Geister und zerstörten Körper ein wenig wecken und unweigerlich
wurde das Lied „io, vagabondo che son’io, vagabondo
che non sono altro, soldi in tasca non ne ho….“ (ich,
Vagabund ja das bin ich, nichts anderes als ein Vagabund, Geld
habe ich keines in der Tasche….) eingestimmt.
Marzio Nardi
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